Meisterausbildung

Abbildung: Meisterausbildung

Meister wissen wie's geht !

Am 1. Januar 2004 ist eine neue Handwerksordnung in Kraft getreten. Die Gewerbe, die als zulassungspflichtige Handwerk anerkannt sind und für eine Meisterprüfungen oder vergleichbare Ausbildung vorgeschrieben sind, sind in der Anlage A der Handwerksordnung aufgeführt, darunter:

  • Ofen- und Luftheizungsbauer
  • Klempner und
  • Installateure und Heizungsbauer.

In Meistervorbereitungslehrgängen der Handwerkskammern in Mecklenburg-Vorpommern können Sie sich optimal auf Ihre Meisterprüfung vorbereiten. Die Lehrgänge werden je nach Gewerk in berufsbegleitendem Teilzeitunterricht und/oder als Vollzeitunterricht angeboten.

Das so genannte Meister-BAföG bietet Handwerkerinnen und Handwerkern finanzielle Unterstützung während ihrer beruflichen Fortbildung.

Lesen Sie dazu unsere nachfolgenden Fördermittel-Informationen.

Meister-Bafög

Das so genannte Meister-BAföG bietet Handwerkerinnen und Handwerkern finanzielle Unterstützung während ihrer beruflichen Fortbildung. Mit dem Aufstiegsfortbildungsförderungsgesetz (AFBG) haben Interessierte, die zum Beispiel an Meistervorbereitungslehrgängen teilnehmen, einen Anspruch auf Fördermittel in Form von staatlichen Zuschüssen und zinsgünstigen Darlehen.

Leistungen nach dem AFBG

Bei Vorliegen der im AFBG festgeschriebenen Voraussetzungen können die TeilnehmerInnen folgende Leistungen beantragen:

  • die Übernahme von Lehrgangs- und Prüfungsgebühren bis zu einer maximalen Höhe von 10.226 Euro. Von diesem Betrag werden 30,5% als Zuschuss gewährt, der nicht zurückgezahlt werden muss und die restlichen 69,5% können als zinsgünstiges Darlehen in Anspruch genommen werden.
  • Zusätzlich können die Kosten für die Anfertigung eines Meister- oder Prüfungsstückes bis zur Hälfte, höchstens jedoch bis zu 1.534 Euro in Form eines Darlehens beantragt werden.
  • Alleinerziehende können einen Zuschuss für die Kosten zur Betreuung eines Kindes bis zur Vollendung des 10. Lebensjahres beantragen, höchstens jedoch 113 Euro pro Monat je Kind.
  • Diese finanziellen Hilfen werden unabhängig von der Höhe des Einkommens und/oder des Vermögens des/der Teilnehmers/-in gewährt. Unerheblich ist ebenfalls, ob es sich um einen Vollzeit- oder Teilzeitlehrgang handelt.
  • TeilnehmerInnen an Vollzeitlehrgängen können darüber hinaus einen Antrag auf einen Beitrag zum Lebensunterhalt stellen. Dieser ist einkommens- und vermögensabhängig und wird individuell berechnet.

Beantragung

Die Anträge für Fortbildungsabschlüsse aufgrund der Handwerksordnung können bei der Handwerkskammer gestellt werden, in deren Bezirk der Fortbildungslehrgang besucht wird. Insbesondere Anträge auf Leistungen zum Unterhalt sollten 3 Monate vor Beginn der Maßnahme gestellt werden.

Wichtig: Bitte beachten Sie, dass in den meisten Fällen Meister-BAföG nur für eine Weiterbildungsmaßnahme bewilligt werden kann. Um eine optimale Förderung zu erhalten, beantragen Sie das Meister-BAföG für die umfangreichste Weiterbildungsmaßnahme.

Rückzahlungsmodalitäten

Das nach dem AFBG gewährte Darlehen ist bis zu sechs Jahren nach Maßnahmebeginn zins- und tilgungsfrei. Danach muss es in der Regel innerhalb von zehn Jahren zurückgezahlt werden. Die Höhe der Rückzahlungsraten ist abhängig vom Einkommen des Antragstellers bzw. der Antragstellerin. Sie beträgt mindestens 128 Euro pro Monat.

Sonderregelungen für Existenzgründer

Insbesondere für ExistenzgründerInnen sieht das AFBG erhebliche Erleichterungen bei der Tilgung der gewährten Fördergelder vor: 66 % des Darlehens, das für die Begleichung der Lehrgangs- und Prüfungskosten gewährt wurde, werden erlassen, wenn

  • der Darlehensnehmer/die Darlehensnehmerin nach bestandener Abschlussprüfung innerhalb von drei Jahren nach dem Ende der Maßnahme ein Unternehmen gründet oder übernimmt,
  • er oder sie überwiegend die unternehmerische Verantwortung trägt und
  • spätestens am Ende des dritten Jahres nach der Existenzgründung mindestens zwei Personen für wenigstens vier Monate sozialversicherungspflichtig beschäftigt hat. Hiervon muss zumindest eine Person mehr als nur geringfügig beschäftigt sein. Die Beschäftigungsverhältnisse müssen bei Beantragung des Darlehensteilerlasses noch bestehen.

Sonderregelungen für "Härtefälle"

Aber auch für TeilnehmerInnen, die sich aus anderen Gründen mit der Tilgung des Darlehens schwer tun, kann von den Rückzahlungsmodalitäten abgewichen werden. Dies ist insbesondere der Fall, wenn

  • das Einkommen des Antragstellers/der Antragstellerin einen bestimmten monatlichen Schonbetrag nicht übersteigt. Dieser beträgt zur Zeit 960 Euro für den Geförderten und zusätzlich 480 Euro für die EhepartnerIn und 435 Euro für jedes Kind.
  • er oder sie ein Kind bis zum vollendeten 10. Lebensjahr erzieht oder ein behindertes Kind betreut und
  • der/die Antragsteller/-in nicht mehr als 30 Stunden pro Woche erwerbstätig ist.

Weitere Informationen zum Meister-BAföG

Bundesministerium für Bildung und Forschung unter: www.meister-bafoeg.info