Offizieller Auftakt der Nachwuchskampagne des SHK-Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern am 19. Oktober 2020 in Schwerin „www.Schaffer-Helfer-Klimaretter.de“

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21.10.2020

Warum „Schaffer-Helfer-Klimaretter“?

 Hinter der Abkürzung SHK verbirgt sich mehr - zum Beispiel diese drei Wörter.  Diese drei Wörter stehen für drei wesentliche Merkmale des SHK-Handwerks, die sich auch die derzeitige junge Generation mehrheitlich für ihren Berufsweg wünscht.

Schaffer: Im Handwerk weiß man am Ende des Tages, was man selbst bzw. mit seinen eigenen Händen geleistet hat.

Helfer: Sollte die Heizungsanlage, die Trinkwasserversorgung oder auch die Abwassertechnik nicht funktionieren, kommt der Installateur selbst am Heiligen Abend via Notdienst und „hilft“ seinem Kunden – quasi der Retter in der Not.

Klimaretter: In der modernen Gebäudetechnik ist der Anlagenmechaniker SHK überdies für die umweltschützende Energietechnik, wie z. B.  die Solarthermie, Solaranlagen oder die Installation von Wärmepumpen verantwortlich. Der Anlagenmechaniker SHK setzt den Klimaschutz im Gebäude aktiv um.

Uwe Lange, Präsident der Handwerkskammer Schwerin, eröffnete seine Grußworte mit der Feststellung: „Schaffer-Helfer-Klimaretter - das beschreibt das SHK-Handwerk nahezu perfekt.“

Für die Kampagne konnten neun Nachwuchskräfte des SHK-Handwerks aus verschiedenen Regionen Mecklenburg-Vorpommerns gewonnen werden. Von Ende September bis Anfang Oktober waren diese jungen Botschafter des SHK-Handwerks landesweit auf Plakaten an wichtigen Verkehrsknotenpunkten zu sehen. Die Plakatierung sollte eine erste Aufmerksamkeit für die Kampagne und die Homepage www.schaffer-helfer-klimaretter.de erzeugen. Getragen wird die Kampagne dann weiterhin auf digitalem Weg über Instagramm und Facebook sowie mit zahlreichen Werbemitteln für die Innungsfachbetriebe und Innungen im Land. Als politischer Ehrengast  und Redner für die Auftaktveranstaltung  war Dr. Stefan Rudolph, Staatssekretär für Wirtschaft, Arbeit und Gesundheit Mecklenburg-Vorpommern, geladen. Er äußerte viel Lob für das Konzept der Kampagne. Mit echten Auszubildenden aus verschiedenen Regionen des Landes zu werben sei seiner Erfahrung nach ein sehr wirksamer Weg.

„Wann identifizieren sich Menschen mit Werten? - Wenn diese durch Personen vorgelebt werden“, stellte Dr. Stefan Rudolph fest. Die Ansprache von jungen Menschen durch andere junge Menschen sei darum sehr klug. Darüber hinaus habe eine Ausbildung im SHK-Handwerk eine sehr gute Perspektive. Denn aktuelle Umfragen zeigten, dass jeder achte Haushalt beabsichtigt, in den nächsten Jahren seine Heizungsanlage zu erneuern.

Zahl der Auszubildenden im SHK-Handwerk in Mecklenburg-Vorpommern für das neue Ausbildungsjahr um mehr als 10 % gestiegen

Entgegen des bundesweiten Trends und auch dem des Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern insgesamt, sind die aktuellen Auszubildendenzahlen für den Ausbildungsberuf Anlagenmechaniker SHK stark angestiegen, und zwar von 398 auf 441, also um mehr als 10 %. Somit scheint sich das verstärkte Werben des SHK-Handwerks um Nachwuchskräfte, trotz der besonderen Situation in der Pandemie, auszuzahlen. „Der starke Anstieg der Auszubildendenzahlen, insbesondere im Osten von Mecklenburg-Vorpommern, freut uns sehr“, sagt Martin Ratzke, Landesinnungsmeister des Fachverbandes SHK Mecklenburg-Vorpommern, „allerdings muss jetzt auch das Bildungsministerium entsprechend reagieren und endlich die erforderliche Anzahl an Fachlehrern an den drei Berufsschulstandorten Wismar, Rostock und Greifswald sicherstellen, damit das erfolgreiche Werben nicht ins Leere läuft.“

Bereits vor Anstieg der Auszubildendenzahlen war der Unterrichtsausfall an den Beruflichen Schulen des Landes stetig ansteigend und auf einem im bundesweiten Vergleich sehr hohen Niveau. „Weder das Land noch die Betriebe können es sich leisten, unnötig Auszubildende auf Ihrem Ausbildungsweg zu verlieren, weil sie aus Unzufriedenheit die Ausbildung abbrechen oder gar scheitern, da sie in der Schule nicht optimal vorbereitet wurden“, mahnt Kay Wittig, Geschäftsführer des Fachverbandes SHK Mecklenburg-Vorpommern, „Gut ausgebildete Fachkräfte sind angesichts der demografischen Entwicklung, eine essentielle Investition in die Zukunft, sowohl für die Betriebe als auch für das Land.“

Gruppenbild mit Abstand (von links nach rechts): Kay Wittig, Geschäftsführer des Fachverbandes SHK M-V, Kurt Deuse (Landessieger des Praktischen Leistungswettbewerbs 2020), Paul B. (Kampagnenteilnehmer) und seine Freundin, Marco Hanke (Obermeister der SHK-Innung Vorp.-Greifswald), Dr. Stefan Rudolph, Uwe Lange (Präsident der HWK Schwerin), Zoe N.(Kampagnenteilnehmerin) mit ihrem Vater und Leonard H.(Kampagnenteilnehmer) .

Zum TV-Beitrag auf YouTube: https://youtu.be/vTDaOSQ649w

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