Aktuelles 2019

Feuerschauen für‘s Wohlgefühl

Feuerschauen für‘s Wohlgefühl

11.03.2019

16. Norddeutscher Kachelofenbauertag vom 22. bis 23. Februar 2019 im Van der Valk Resort in Linstow

„Die Zeiten, in denen ein Kachelofen einfach ein Kasten mit braunen oder grünen Fliesen war, sind längst vorbei. Der Ofen ist zum Schmuckstück geworden, zum Gestaltungsmittel, zum Wohlfühlhelfer. Das macht Kachelofenbauer mittlerweile auch zum Einrichtungs- und Stimmungsberater“, erklärte Martin Ratzke, Landesinnungsmeister des SHK-Fachverbandes Mecklenburg-Vorpommern in seinem Grußwort beim 16. Norddeutschen Kachelofenbauertag in Linstow.

Ein derzeitiger Trend in der Kachelofenbauerbranche ist, eine Verbindung zwischen dem „Wärme erzeugen“ und gleichzeitigem „Wohlgefühl“ herzustellen. Frühere Kachelöfen enthielten keine Sichtfenster. Heute hat daher fast jeder neu errichtete Kachelofen eine kleine Glasscheibe. Denn die Kunden wünschen sich vermehrt „Feuerschauen“.

Gleichzeitig sind das Thema Feinstaub und die damit verbundenen Ängste der Verbraucher weiterhin bestimmend in der Branche. In der Diskussion wird leider oft vernachlässigt, dass sich nicht nur die Optik der Kachelöfen, sondern ebenso die grundlegende Konzeption im Laufe der Jahre modernisieren konnte. Moderne Öfen arbeiten sauberer und effizienter als ihre historischen Pendants. Allein die Verbrennungsqualität konnte in den letzten 20 Jahren massiv verbessert werden. Der damit effektiver gestaltete Wirkungsgrad hat zur Folge, dass für dieselbe Wärme weniger Brennholz benötigt und somit ein Bruchteil der bisher freigesetzten Emissionen gewährleistet wird. Zudem ist aufgrund der strengen, gesetzlichen Anforderungen gegeben, dass moderne Kachelöfen entsprechende Grenzwerte im Betriebszustand einhalten.

Sehr gute Zusammenarbeit mit dem Schornsteinfegerhandwerk fortsetzen

Ein Ehrengast war der neu ins Amt gewählte Obermeister der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern, Jörg Kibellus. In seinem Grußwort lobte er die sehr gute Zusammenarbeit zwischen Ofenbauern und Schornsteinfegern in unserem Bundesland. Bundesweit sei dieses freundschaftliche Verhältnis tatsächlich einzigartig und vorbildlich. Angesichts der vielen gemeinsamen Aufgaben und Interessen sei es ihm ein spezielles Anliegen dies mit dem neuen Vorstand der Schornsteinfeger-Innung Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich fortzusetzen.

 Ebenfalls ein Thema: Die Zukunft der Ofenbauerbranche

Wie bei allen anderen Gewerken auch, mangelt es dem Ofenbauerhandwerk an Nachwuchs. Aber wie gewinne ich junge Menschen für das Handwerk? Aus welchen Gründen haben sich junge Gesellen für eine Ausbildung im Handwerk entschieden? Paul Schärschmidt, Vizemeister bei den EuroSkills 2018, und Lukas Heyn , erfolgreicher Teilnehmer bei den „WorldSkills“ im Jahr 2017, berichteten zu ihren Erfahrungen. Für sie sei die Leidenschaft für ihr Gewerk entscheidend gewesen sei, sich für eine Ausbildung zu entscheiden und diese auch erfolgreich zu absolvieren. Überdies müsse die Arbeit auch Freude machen. Sei es in der Werkstatt oder auf der Baustelle, wenn die Arbeit mit Freude und einem freundlichen und kollegialen Umgang untereinander erledigt werde, dann führe das zu mehr Zufriedenheit und mache den Beruf attraktiver.

Für Jens Cordes, Landesfachgruppenleiter Ofenbau in Mecklenburg-Vorpommern, ist der Blick auf die Jugend ein wichtiger Aspekt, um den Nachwuchs und damit die Zukunft des Ofenbauerhandwerks zu sichern. Wie man sieht, sei dem Schornsteinfegerhandwerk der Generationswechsel mit dem neuen Vorstand mehr als gelungen. Das wünscht er sich auch für das Ofenbauerhandwerk in Mecklenburg-Vorpommern – das schafft Perspektive.

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Installationspraxis 2019

Installationspraxis 2019

07.03.2019

Dritte Installationspraxis des SHK-Handwerks in Mecklenburg-Vorpommern

In der Stadthalle Rostock findet vom 4. bis 5. Juni die dritte Installationspraxis – eine Schulungsveranstaltung des Fachverbandes Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik Mecklenburg-Vorpommern für Betriebsinhaber, Monteure und Auszubildende – statt.  Die Teilnehmer können sich zu den aktuellen Entwicklungen und Richtlinien in den Bereichen Trinkwasser, Gastechnik, Heizungstechnik und Entwässerungstechnik informieren.

Weitere Informationen finden Sie unter der Rubrik "Veranstaltungen".

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Praxisfolgen für Unternehmer Neues Verpackungsgesetz

31.01.2019

In dem am 01.01.2019 in Kraft getretenen Verpackungsgesetz wurde eine neue Definition „Systembeteiligungspflichtige Verpackungen“ eingeführt. Diese Verpackungen werden behandelt wie Verkaufsverpackungen, die beim privaten Endverbraucher anfallen, sind also über ein Duales System zu entsorgen.

Unterschiede beachten

Die Unterscheidung, ob es sich um eine systembeteiligungspflichtige Verpackung oder eine Transportverpackung handelt, trifft die neu eingeführte Zentrale Stelle Verpackungsregister per behördlicher Entscheidung in einem umfassenden Katalog mit 36 Produktgruppenblättern für unterschiedliche Konstellationen Produkte, Packstoffe, die konkrete Ausprägung/Form des Packstoffes. Für die als systembeteiligungspflichtig eingestuften Verpackungen müssen sich die in Verkehr bringenden Unternehmen (Hersteller) bei der Zentralen Stelle registrieren sowie die gesamte Menge dieser Verpackungen bei einem Dualen System lizensieren lassen.

Einige der Verpackungen im Sanitärbereich, die bislang als Transportverpackungen behandelt wurden, sind nach der unter www.verpackungsregister.org zu findenden Liste zukünftig systembeteiligungspflichtige Verkaufsverpackungen.

Praxisfolgen

In der Praxis hat dies zur Folge, dass die Entsorgung dieser Produktverpackungen über die Dualen Systeme durch die lokalen Entsorger zu erfolgen hätte. Im Heizungsbereich sind derzeit hingegen keine Produkte bekannt, die einer Systembeteiligungspflicht unterliegen würden. Das Verpackungsregister unterscheidet sehr kleinteilig. So sind im Sanitärbereich (Armaturen und Siphons, Spülbecken, Waschbecken, Badewannen und Duschtassen, Duschabtrennungen, WC-Deckel) PPK und Kunststoff dann systembeteiligungspflichtig, wenn es sich um Schachteln, Zuschnitte, Kantenschutz, Banderolen, Polstermittel, Formteile oder Beutel handelt.

Entsorgungspflicht des Handels

Transportfolien und Transportkartonagen, aber auch Holzpaletten sind weiterhin als Transportverpackungen einzustufen. Der Großteil der betroffenen Hersteller hat nach unserer Kenntnis seine Transportverpackungen weiterhin im Rahmen der SHK-Branchenlösung lizensiert. Daraus ergibt sich aus unserer Sicht, dass für diese Verpackungen die Situation von vor dem Start der neuen Regelung (1.1.2019) weiter Bestand hat. Das bedeutet:

  1. Der Großhandel kann die Rücknahme von Verpackungsmaterial nur verweigern, wenn es sich um beim Verpackungsregister angemeldete Verkaufsverpackungen handelt. Im Übrigen ist er zur Rücknahme von Transportverpackungen – also solchen Verpackungen, die weiterhin als Transportverpackungen einzustufen sind - in dem Umfang verpflichtet, in dem er diese vertrieben hat.

  2. Gleiches gilt für Direktlieferanten. Auch diese sind, soweit eine Anmeldung bei der Zentralen Stelle und eine Beteiligung an einem Dualen System nicht nachgewiesen ist, weiter verpflichtet, die genutzten Transportverpackungen zurückzunehmen.

Das neue Verpackungsgesetz geht dabei sogar noch einen Schritt weiter, als die bisherigen Regelungen, indem es den Lieferanten verpflichtet, gebrauchte, restentleerte Verpackungen der gleichen Art, Form und Größe wie die von ihnen in Verkehr gebrachten am Ort der tatsächlichen Übergabe oder in dessen unmittelbarer Nähe unentgeltlich zurückzunehmen. Der Lieferant kann sich also auch nicht darauf beschränken, nur die konkreten von ihm gelieferten Verpackungen zurückzunehmen.

In vielen Fällen hat sich an der bisherigen Situation nichts verändert, insbesondere der gesamte Heizungssektor ist nicht betroffen. Aber auch im Sanitärbereich erwarten wir, dass die veröffentlichte Zuordnung noch einmal einer gründlichen Revision unterzogen wird, da sie aus Branchensicht auf offensichtlich falschen Annahmen beruht.

Als Praxishinweis gilt daher:

  1. Die von der SHK-Branche Anfang der 90er Jahre ins Leben gerufene SHK-Branchenlösung zur Rücknahme und Entsorgung von Transportverpackungen arbeitet nach unserer Erkenntnis unverändert weiter. Hier sind Entsorgungsdienstleister wie Interseroh oder Zentek aktiv und unterstützen die Betriebe im Auftrag der SHK-Hersteller. Kosten dürfen hier in der Regel allein für Behältermieten anfallen, nicht jedoch für Abholungen/Leerungen der Behälter. Einzelheiten dazu finden sich im Mitgliederbereich von www.zvshk.de unter dem Stichwort Abfallrecht.

  2. Lieferanten sollten weiterhin aufgefordert werden, Produktverpackungen zurückzunehmen. Soweit Sie sich weigern, müssen sie den Nachweis führen, dass die Verpackungen bei der Zentralen Stelle Verpackungsregister bzw. einem Dualen System angemeldet sind. Sind Verpackungen trotz einer tatsächlich bestehenden Systembeteiligungspflicht nicht registriert, besteht für die betroffenen Produkte ein Verkaufsverbot.

Zu Ihrer Unterstützung finden Sie unter nachfolgend ein Musterschreiben, das gegenüber Lieferanten genutzt werden kann, die eine Rücknahme verweigern.

Weitere Informationen zum neuen Verpackungsgesetz finden Sie auch auf den Seiten des ZDH unter www.zdh.de/verpackungsgesetz

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